Für diejenigen, die es nicht wissen – HfP steht für Hochschule für Politik. Die ist in München.
Was Alltag und Politik angeht, bin ich an mehr gewohnt als der Durchschnittsdeutsche. Bin nach einem 8-jährigen Auslandsaufenthalt zurück in das Land der Absurden gekommen. Und hier ist alles möglich – bestimmten Parteien kurz vor den Wahlen die Teilnahme an den Wahlen zu verweigern, ganz gezielt und ohne Skrupel, das Volk immer noch wie im tiefsten kommunistischen Schlaf zu behaldeln – Stimmen hin und her verschieben, wenig (und kaum) gebildete Leute an die Spitze kommen lassen (Feuerwehrmann als Premierminister demnächst????) und noch vieles mehr. Es ist nicht leicht ruhig zu schlafen und nicht zu schimpfen. Gar nicht leicht, es ist einfach unmöglich.
Und noch was im Voraus – Politik ist überall auf der Welt eine schmutzige Sache. Es gibt aber Völker und hmm andere Völker. Manche mögen es zu schlafen, andere nicht. Und Deutschland hat nie geschlafen. Die funktionierende Demokratie in Deutschland hat mich immer erstaunt. 1., 2. WK, Teilung, Wiedervereinigung, Einmischungen aller Seiten und aller Art und trotzdem steht der Staat – Recht- und Sozialstaat, modern und sich entwickelnd.
Die Tendenzen in ganz Europa zeigen es ganz deutlich – Rechtsparteien kommen wieder ins Leben. Meine Antwort auf die Ängste, die viele äußern: Nein, es kann nicht mehr dazu kommen, was wir alle schon aus den 30. des letzten Jahrhunderts kennen. Diese Ängste klingen genauso lächerlich wie die Ängste Ende der 80., als man das vereinte Deutschland geführchtet hat. Und es war keine Angst im wirtschaftlichen Bereich. Anwachsende Politikwissenschaftler (Studierende) lernen ganze Systeme, ihre dunkelsten Ecken und all ihre zwiespaltige Aspekte kennen. Es ist sehr wichtig, dass sie die aktuelle politische Lage SEHR gut kennen, sowie alle, die sich momentan auf der politischen Szene befinden.
Und jetzt endlich zum Thema:
Die HfP hatte eine Studienreise organisiert, nach Mecklenburg-Vorpommern. Die Studierenden sollten dort mit den Fraktionen, präsentiert im dortigen Landtag, eine politische Diskussion haben. Pech oder Glück (kommt drauf an) sitzt auch die NPD drin, logisch – auch eingeladen zur Diskussion. Auf einmal heulen alle laut los (getrennt geschrieben) und wollen nicht mehr teilnehmen. Noch mehr – die Hochschule soll nicht professionell gearbeitet haben, so einer aus der FDP.
Der Rektor – Peter Cornelius Mayer-Tasch:
Die Absage sei “ganz schwach und zudem schlechter Stil”.
Ich schlage dann mal vor:
Die nicht-NPD Abgeordneten im Landtag sollen nicht mehr zur Arbeit gehen.
Die nicht-NPD Abgeordneten sollen weiter so den Kopf in den Sand stecken und sich dabei denken, dass sie auf dieser Weise die Demokratie stärken.
Die sollen jede Art von Dialog mit der nächsten Generation vermeiden.
Ich hätte noch mehr Ideen, bitte bei Bedarf nachfragen. Die bulgarische Wirklichkeit kann sehr schnell gelernt sein.